Ist die Lawinengefahr hoch ist und die Sicht schlecht, kommt diese kleine, feine Skitour gerade recht. Aufstieg und Abfahrt zur Rinnbergalm erfolgen auf der Forststrasse (gesamt 7km & 420hm). Auch für Anfänger eine sichere Einstiegsoption im freien Gelände. Die Möglichkeit zur Verlängerung der Tour gibt es natürlich auch… kemmt’s mit!
Bei heiklen Schneebedingungen / hoher Lawinengefahr und schlechter Sicht sind so defensive Touren über Forstwege eine gute Option und nicht minder schön. Auffi spuren ist genauso anstrengend wie sonst auch. Unter dem Motto: „a bissl was geht immer“ war diese einfache Skitour am letzten Samstag die beste Wahl. Viele Skitouren im freien Gelände waren’s ja noch nicht diesen Winter – deswegen gfrei i mi umso mehr über jede kloane, de geht. Dafür hätt ich damit jetzt das Wetter-Bingo voll: fetzblau, Puiva, Schneesturm / Whiteout, fette Flocken, Firn & Aper.
TOURDETAILS: 21. Februar 2026
Start: Russbach, Parkplatz Almenweg (Gebühr 3 Euro, zum einwerfen) – Forstweg folgen bis Rinnbergalm – Abfahrt gleich wie Aufstieg bis zum PP.
Runde 7 km & 420 hm
Einkehroptionen: Seestüberl Russbach am Wasserpark oder Kraftls Stüberl (Tourengeher PP Dachstein West)
PS: auch mit Schneeschuhen + Schlitten eine Idee (also letzteres nur, wenn kein Tiefschnee ist, sonst kann man den Schlitten wieder bergab ziehen)
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TOURENPLANUNG* mit Lawinenlagebericht (LLB) obligatorisch, genauso wie die Mitnahme der kompletten LVS-Ausrüstung inkl. Schaufel und Sonde! Ungesichertes, alpines Gelände.
EIGENVERANTWORTUNG, GEWISSENHAFTE TOURENPLANUNG & AUSRÜSTUNG sowie GUTE SELBSTEINSCHÄTZUNG tragen ZUR EIGENEN SICHERHEIT bei!
*PS: sollte für alle selbstverständlich sein, egal ob Schneeschuh- od Tourenskigeher.
Sicher und trotzdem schön – auffi zur Rinnbergalm
Beim privaten Wanderparkplatz Almweg in Russbach können wir direkt mit den Ski weggestarten – einfach immer der Forststrasse bzw den Bachal aufwärts folgen. Am vormittag waren übrigens grad mal 3 andere Autos geparkt – das hab ich dort auch selten erlebt. Deswegen inklusive der fetten Flocken umso größer da Grinser beim weggehn. Vorbei am Eingang zum Geisterwald – Schneemann inklusive. Nur den eigenen Herzschlag im Ohr, dicke Flockenbussal im Gsicht und des rauschen vom Bachal. Nach den Serpentinen im Wald folgt dann der finale Aufstieg im freien Gelände bis zur Rinnbergalm. Gsegn ham ma nit vü – owa wissen, wia’s sunst ausschaut: normal mit großartigem Blick zum Dachstein. Auf der (sonst sonnigen) Rinnbergalm ist scheinbar vorher nicht mehr allzu viel Schnee gelegen – zwischendrin im Wald defakto noch mehr.
Einkehroption gibts leider keine mehr, Animos Hütte hat im Winter schon lange zu – also einfach Teedl selber mitnehmen. Die letzten Meter durch heute noch jungfräulichen Neuschnee spuren… rechts ist die Animoshütte zu sehen, bei der man im Sommer ua einkehren kann. Von dort könnte man dann ansteigend den offenen Hang ri Angerkaralm queren…







Und ja, auch bei so defensiven Touren hab ich mein komplettes Lawinen-Equipement im Rucksack (LVS, Schaufel, Sonde) – freies Gelände ist freies Gelände. Und Fallen gibt’s dort genauso – eine Schaufel ist immer gut.
Entscheidungen am Berg – Umkehren statt Riskieren
Bei der Teedlpause wird beratschlagt. Tour verlängern oder abbrechen? Die weitere Hangquerung in Richtung Angerkaralm war uns aufgrund der Lawinenlage & instabilen Schneedecke einfach zu heikel. Ausserdem wurde der Schneefall dichter, die Sicht (noch) schlechter. Deswegen umziehen, rein in den dicken Kuschelmerinohoodie aus dem Rucksack – auffi leicht, owi warm – mein Lieblings-Motto! Teedl austrinken und dann Abfahrt ins Tal über den Forstweg im Tiefschnee. Die Einkehr ist auch so verdient… wo? Erst auf Kaskrainer & Käsetoast mit isotonischem Weizerl in Kraftls Stüberl und dann noch auf a Malakofftorte und Kaffee ins Seestüberl… hom nix ausgelassen. Natürlich nur aus taktischen Gründen, weil in der Zwischenzeit eh wegen eines Unfall die Pass Gschütt Strasse gesperrt war und somit der direkte Heimweg keine Option.





Verlängerung bei sicherer Lawinenlage? -> Skitour Angerkaralm 1443m, Rußbach am Pass Gschütt
Gerne das REEL dazu anschauen… die ausführliche Story steht im Instagram-Highlight.
PS: Wer noch keine Erfahrung im Gelände hat, findet in Rußbach immer eine sichere Option mit der Atomic Backland Aufstiegsstrecke -> Pistenskitour von Rußbach zum Hornspitz 1433m, Dachstein West

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