Manchmal darf’s wandern am MEER sein. Diese wunderschöne Runde führt über steile Gassen ins Hinterland, einen alten Ziegenpfad nach Fiesa, danach am Wasser entlang ins venezianisch wirkende Küstenstädtchen Piran und zurück nach Portoroz (Runde 9.8km & 350hm). Was dort unbedingt probiert werden sollte, wo ein See und der schönste Sonnenuntergang wartet…

Erst Altstadtflair und Strandpromenade, dann steile Gassen und über den alten, schattigen Ziegenpfad durchs Hinterland nach Fiesa. Wieder am Meer angekommen der Brandung entlang bis ins eindrucksvolle Piran & über Bernadin an der Küste zurück nach Portoroz und seinen Prachtbauten. Ein feiner Tipp für eine kleine Wanderung in slowenischen Teil Istriens, die vielfältiger nicht sein könnte – sogar ein See ist mit dabei und deswegen muss dieser Tipp natürlich nachträglich noch mit auf den Blog.

TOURDETAILS 29. Mai 2025

Start: direkt von unserem Hotel (Casa Rosa / Remisens Grand Hotel Metropol Portoroz) – Markierung Wanderweg 1 ab Tourismusbüro Portoroz Piran – Fiesa – Piran – Bernadin – Portoroz

Runde 9.8km & 350hm

Es ist vor Ort alles super beschildert und es gäbe noch viel mehr zu sehen & erwandern

Achtung: Ende Mai war es bereits richtig warm und schattig nur am kleinen Ziegenpfad – Kopfbedeckung, Sonnenschutz und viel zu trinken mitnehmen!

Prachtbauten, einsame Gassen und alte Pfade

Direkt nach dem Frühstück losstarten, bevor es zu heiss wird – Ausgangspunkt ist der grüne Park unseres Hotels mit Blick auf die Küste und bis nach Piran. Hinunter in die Stadt, vorbei an diversen Prachtbauten wie dem Palace Hotel. Bei einer wunderschönen, alten Villa mit Park (dem Hotel Marko – war leider ausgebucht aber wäre meine erste Wahl gewesen) führt der Wanderweg rechts stetig bergauf und wird schnell steiler, die Gassen enger… schnauf. Der Blick von oben entschädigt. Ein kleines Stück geht’s jetzt entlang der Strasse, bis der Wanderweg ins Hinterland bergab ri Fiesa über den alten Ziegenpfad führt… endlich ein bissl Schatten nach dem kurzen, sehr heissen Strassenhatscha. Ohne leichten Hut, Sonnenschutz & Trinkpausen hätte vermutlich mein Kreislauf etwas gestreikt (Hitze vertrag i echt nit guad). 

Ein See, mehr Meer und venezianische Überraschungen in Piran

Dort, wo uns der alte Ziegenpfad ausspuckt, wartet in Fiesa etwas besonderes: ein See und Meerblick! Direkt am Meer entlang dem gepflasterten Weg nach Piran folgen, kristallklares Wasser zur Rechten – blühende Küstengewächse zur Linken. Zum abkühlen ist hier der perfekte Ort auf gut Hälfte der Tour. Es gibt mehrere Möglichkeiten, ins Meer zu hüpfen. Und dann folgt der erste Blick auf die Domkirche des Hl. Georg in Piran. Natürlich lohnt sich der Weg bergauf – von oben auf den Tartini Platz samt Statue & Piraner Hafen schauen… das geht super direkt bei der Kirche. Der Turm kann auch bestiegen werden – die Schlange davor kann genauso lang sein. Deswegen rundum erkunden und dann wieder bergab. Ein Foto-Glücksfall – leere Gasse in Richtung Tartini Platz erwischt, wo es sonst nur so vor Menschen wurlt. Der berühmte Einwohner von Piran, Violinist und Komponist Guiseppe Tartini (1692-1770) ist Namensgeber des Platzes (sein Geburtshaus steht links, seine Statue mittig). Bis zu Beginn des 19. Jh. befand sich hier übrigens ein kleiner Fischereihafen, der von den Venezianern mit Sand zugeschüttet wurde, um eine große Marktfläche zu erschaffen, um die herum auch alle wichtigen Gemeindeinstitutionen erbaut wurden… Alles ist wirklich dezent venezianisch angehaucht – so liab und weitum koane Massen unterwegs (wsl Vorsaison sei Dank).

Natürlich muss ich die Piraner Spezialität „S`tortå“ in der Mestna Kavarna (Stadtcafe) probieren – mit Meersalz Karamell, Olivenmousse & Olivenöl. Hört sich im ersten Moment etwas komisch an, schmeckt aber wirklich gut – sogar mit Olivenöl-Tropfen drauf. Mag aber sicher nit jeder. Eine kulinarische Hommage an die Stadt Piran mit seinem Olivenanbau & der Salzgewinnung von Kristian Zule, dem jüngsten slowenischen Sternekoch.

An der Küste über Bernadin retour nach Portoroz

Über den Hauptplatz gehts nach der Affogato & Torten-Pause zum Hafen und dann auf der Promenade Richtung Bernadin. Ein letzter Blick auf Piran vom Hafen aus und dann folgt die nächste Besonderheit – allerdings eher negativ. Vorbei an der alten Kirche des Hl. Bernadin und dem furchtbaren Strandhotel-Betonbunkern (sorry, das sind ja wohl echte Bausünden). Dafür erfolgt der restliche Weg fast komplett am Meer entlang – in Portoroz laden Strandbars zum Spritz und a bissl Leute schauen.

Kleine Empfehlung zum Schluss: das Takamaka Lucija liegt nicht nur wunderschön in Hafennähe, serviert mega istrische Tapas, frischen Fisch und gewaltige Cocktails – Sonnenuntergang inklusive. Und alles wieder nur einen kurzen Spazierer vom Hotel entfernt.