Die neue Dolomites Ronda 3 führt in 5 Etappen auf leichten, mittelschweren oder anspruchsvollen alpinen Routen zu den Highlights der östlichen Dolomiten. Als eine der ersten war ich erneut auf zwei Etappen dieses individuellen Weitwanderwegs unterwegs – rund um die Cinque Torri & Lagazuoi. Gewaltig beeindruckend und vielfältig, kemmt’s mit!
Wieder einen weißen Fleck auf meiner Dolomiten Karte mit farbigen Momenten gefüllt! Und dabei der Hitze auf über 2000m entflohen. Ende Juni durfte ich mir – auf Einladung von Dolomiti Supersummer & ASI Reisen – ein Bild der neuen Dolomites Ronda 3 machen, nachdem ich 2025 mit Begeisterung auf der DR2 im Latemar und Rosengarten unterwegs war. Meine Wahl fiel auf Etappe Nr 3 & 4, um neue Ecken zu entdecken. Aus guten Grund: Etappe 1 am Monte Elmo & Karnischen Kamm kenne ich aus dem Herbst (-> Gipfel Panoramarunde am Karnischen Kamm, Hochpustertal) und Etappe 2 an den Drei Zinnen bin ich im Sommer 2019 gegangen. Auch dieses mal ist der Kontrast zwischen satt grünen Almen und üppigen alpinen Blumenwiesen zu den schroffen, grauen und im 1. Weltkrieg hart umkämpften Fels-Riesen beeindruckend. Der Misurina See auf über 1750m war die perfekte Base zum akklimatisieren, bevor es nach der letzten Etappe für mich für eine Nacht zurück nach Südtirol geht. Geschlafen wird im Tal – Entspannung statt lauter Hüttenübernachtungen.
Und wieder hat ein wichtiger Vorteil diesen individuellen Weitwanderweg ausgezeichnet. Die einfache Auswahl der täglichen Strecken – bei Gewitterprognosen kann immer flexibel vor Ort entschieden werden, welche Etappe man geht. Oder wie bei mir – sich auch noch mitten in der Tour umentscheiden, wenn es 5h früher donnert, blitzt und regnet. Statt Klettersteig lieber die sichere, mittelschwere Variante an den Cinque Torri gewählt und rundum statt über den Grat gegangen. Die Details zu meinen gewählten Touren:
Etappe 3: Rund um die Cinque Torri bis Passo Giau und retour via Rifugio Averau (10,5 km & 590 hm) – mittelschwer
Schöner hätte mir meine Start-Wanderung auf der Dolomites Ronda 3 nicht wünschen können. Sie führt im ersten Abschnitt rund um die bizarren Cinque Torri (vorbei an alten Stollen, Bunkern und Schützengräben – Freilichtmuseum des 1. Weltkriegs), über blühende Almwiesen zum Rifugio Cinque Torri und dann auf schmalen & teilweise steilen Pfaden (nicht kniefreundlicher, gerölliger Abstieg siehe Foto – Dolomitentypisch) bergab bergauf Richtung Passo Giau. Da mein Plan – durch die RaGusela Wand (Klettersteig, kurze A/B Passagen) zum Rif. Nuvolau 2575m und über den ausgesetzten Südostgrat retour (Variante schwer) gewitterbedingt ausfallen musste, einfach umgeplant auf die mittlere Variante und echt froh, dass man so flexibel unterwegs ist. Via Forcella Nuvolau 2415m gings dann zum Rifugio Averau (Einkehrtipp – die Casunziei mit Rote Beete und ganz vü Parmesan waren gewaltig guad), zurück zur Bergstation auf 2255m und dann wurde bequem + knieschonend nach unten gegondelt.



















Etappe 4: Via Kaiserjägersteig zum kl. Lagazuoi 2778m, über den Dolomiten Höhenweg Nr. 1 zum Lagazuoisee, via Rifugio Scontoni nach Sciaré (12,5 km mit 705 hm im Auf- & 1150hm im Abstieg) – schwer
Plan für heute: der Aufstieg über den historischen Kaiserjägersteig (kurze gesicherte Passagen A/B und eine 10m lange, 25m hohe Holzbrücke) an der damaligen Dolomitenfront mit ihren Stollen und Schützengräben zum Gipfel des kl. Lagazuoi 2778m. Direkt an der Talstation des Lagazuoi Lifts am Passo Falzarego startet der Zustieg, quert die Schotterrinne und führt dann steil in Serpentinen zum Wandfuss. Über die Edelweiss im Aufstieg hab i mi besonders gfreit! Weg-Markierungen sind spärlich vorhanden, aber ab und zu weisen gravierte Stahlplatten den richtigen Weg. Im Steig dann Aus- & Tiefblicke vom feinsten. Die alten Stollen der 1. Weltkriegsfront in diesem hart umkämpften Gebiet habe ich leider (zeittechnisch) auslassen müssen – wollte den langen Abstieg so früh wie möglich starten. Kurz vor dem Gipfel liegt der Abstieg optisch komplett vor mir – von rechts nach links nordseitig wird das Karstplateau auf dem Dolomiten Höhenweg Nr 1 durchquert – eine gewaltige Kulisse. Dort unten beginnt dann auch der Fanes Sennes Prags Naturpark. Am Gipfel des kleinen Lagazoui auf 2778m dann nur ein kurzer Fotostopp. Das Holzkreuz ist wunderschön, die Masse an (Seilbahn)-Touristen weniger mein Fall… Aber damit muss man rechnen.










Am Rifugio Lagazuoi & der Bergstation vorbei, wartet ein Riesen-Schneerestberg und alten Stellungen, Stollen und Bunker. Die Sonne brennt, a Pauserl wäre fesch – doch die Wolken sagen „Tutto Gas“ – hier warten noch gut 1000hm im Abstieg. Weiter bergab und über die Forcella Lagazuoi 2572m, entlang des Alta Via 1 delle Dolomiti (Dolomiten Höhenweg Nr. 1) übers Karstplateau zum kleinen Lagazuoisee. Ein leichtes Donnern in der Ferne, Nieselregen setzt ein. Genau dort wartet dann auch der steile Abstieg zum Rif. Scotoni 2040m. A wahnsinnig liabe, kloane Hütte – da hätt i des Gewitter auch aussitzen können. Aber nachdem es nicht wirklich gut ausgeschaut hat am Himmel, direkt weiter zur Capanna Alpina 1725m und den stärksten Regenguss kurz abgewartet. Von dort nach Sciaré 1655m sind es nur mehr 20 Minuten. Nachdem es eine kurze Regenpause gab, den restlichen Abstieg in Angriff genommen. Nur um 5 Minuten später von einem Hagelgewitter getroffen zu werden – fesch woas nit, nass dafür umso mehr. Alles. Alles in Allem: ein gewaltig eindrucksvoller Dolomiten-Tag, auch wenn ich mir gerne etwas mehr Zeit dafür genommen hätte. Zum geniessen, zum anschauen und ganz einfach – zum Momente aufsaugen. Beim nächsten Mal wieder…









Bei dieser Etappe ist Schwindelfrei- & Trittsicherheit sowie alpine Erfahrung notwendig. Für den Kaiserjägersteig ist ein Helm angebracht – ein Klettersteig ist es nicht wirklich, die seilversicherten Stellen (A/B) sind nur kurze Passagen, er besteht hauptsächlich aus ungesicherten Gehpassagen. Manche schmal und ausgesetzt, luftig ist der Blick in die Tiefe. Alleine der Fakt, dass manche komplett unbedarft unterwegs sind, Steine lostreten ohne Hinweis etc, macht eine Sicherung per Set an manchen Stellen sinnvoll.
INFO Dolomites Ronda 3: ein individuell buchbarer Weitwanderweg auf 5 Etappen in drei verschiedenen Schwierigkeitsstufen durch Südtirol und die Belluneser Dolomiten, entwickelt von ASI Reisen. Übernachtungen im Tal, Gepäcktransfer, detailliertes Kartenmaterial & Tourenbeschreibungen sowie ein 24-Stunden-Support sind inklusive. Bonus: Dolomiti Supersummer Card für alle Seilbahnfahrten. Mehr Details auf dolomitesronda.com
100 EURO RABATT darf ich auf jede Buchung spendieren – für alle Dolomites Ronda Varianten (1-3) diesen Sommer und auch für 2027 (Termine ca. ab Oktober buchbar). Code -> KATHARINA-DOLOMITESRONDA
EIGENVERANTWORTUNG, GEWISSENHAFTE TOURENPLANUNG & AUSRÜSTUNG sowie GUTE SELBSTEINSCHÄTZUNG tragen ZUR EIGENEN SICHERHEIT bei!
*Blogbeitrag entstanden in Kooperation mit ASI Reisen & Dolomiti Supersummer (Paid Content)
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