Alles blüht, endlich Sommer auf der Alm! Diese zwei einfachen, familienfreundlichen Wanderungen im Zwieselalmgebiet lassen sich auch super verbinden – ein Grenzgang zwischen Oberösterreich und dem Salzburgerland, mit Panoramaausblicken auf Gosausee, Dachstein, Gosaukamm, das Tennengebirge und noch viel weiter. Einkehrtipps inklusive. Auf Kinder wartet der neue Fuxis Erlebnisweg – kemmt’s mit!
Eine echte Alm(rausch)-Roas (Roas = Dialekt für Runde, Wanderung) wartet aktuell beim Wandern auf der Zwieselalm. Alleine die Auffahrt mit der Gosaukammbahn verwöhnt die Augen mit dem wohl schönsten Blick auf den Gosausee – aus der Vogelperspektive – und schont dabei die Waden & Knie (im Abstieg). Nur im Sommer ist diese Gondel im Dachstein West Gebiet in Betrieb. Wer lieber zu Fuß aufsteigt, der muss gut 600hm teilweise steil bergauf überwinden und ist garantiert nicht in 4 Minuten schweißfrei oben. An der Bergstation starten beide Wanderungen, wer mag fügt sie zu einer großen Runde zusammen oder wählt seine Lieblings-Variante. In welche der vielen Hütten man unterwegs einkehrt, wird aber fast zur Qual der Wahl…
TOURDETAILS 10. Juli & 18. Juni
Start: Gosaukammbahn Bergstation
Wanderung 1: erst vorbei an Gablonzer- & Breininghütte, über den Jägerweg zum Angeralm Speichersee & weiter via Fuxis Erlebnisweg zur Rottenhofhütte. Retour via Zwieselalmhütte & Jagasteig zur Bergstation Gosaukammbahn (6.6km & 230hm)
Wanderung 2: Zwieselalmrunde via Jagasteig (markiert) in Richtung Herrenweg 611, weiter zur Zwieselalmhütte. Aufstieg durch’s Kanonenrohr zur Zwieselalmhöhe 1587m und retour via Sonnenalm zur Bergstation (4.6km & ca. 200hm)
ACHTUNG Weidegebiet, Kühe / Pferde sind frei unterwegs
Gosaukammbahn, Gosau – Auffahrt täglich bis 1. November
Alternativ ist auch eine Auffahrt mit der Donnerkogelbahn Annaberg möglich – Sommer-Betrieb Mo, Mi, Do & So. Fuxis Erlebnisweg befindet sich rund um die Bergstation, dort wartet auch ein cooler Motorikpark auf Groß & Klein. In Rußbach wartet Brunos Bergwelt auf kleine Entdecker (Hornbahn Sommerbetrieb DI & FR-SO).
EIGENVERANTWORTUNG, GEWISSENHAFTE TOURENPLANUNG & AUSRÜSTUNG sowie GUTE SELBSTEINSCHÄTZUNG tragen ZUR EIGENEN SICHERHEIT bei!

Durch’s Almrauschmeer zum Angerkar Speichersee & Fuxis Erlebnisweg (6.6km & 230hm)
Nach dem Start an der Bergstation der Gosaukammbahn geht’s kurz bergauf und vorbei an der Gablonzer- & Breininghütte, um dann über den Jägerweg durch satte Almwiesen zu wandern. Dieser schmale Wanderweg eröffnet sehr schnell einen wunderbaren Ausblick auf das eindrucksvolle Tennengebirge, den Untersberg und zum Hochkönig, bevor sich der Donnerkogel von seiner anderen Seite wieder ins Blickfeld schiebt. Das einzige Geräusch: Kuhglocken. Der Jägerweg quert die Almwiesen in leichtem bergab, bevor die Donnerkogelbahn Bergstation im Hintergrund auftaucht. Nach einem kurzen Forststrassenstück erblickt man rechts den Angerkar Speicherteich. Dort wartet eine Kugelbahn von Fuxis Erlebnisweg, am See dann Holzbänke zum entspannen. Kurzes Pauserl – weil de neuen Rastbankerl oafach so gschmoh ausschauen! Gibt sogar überdachte Hollywood-Schaukeln aus Holz am anderen Ende des Sees… Und wieder: nur Kuhglocken Sound, sonst nix! Das Highlight wird dann unterhalb sichtbar: ein Spielplatz mit riesigen Milchkannen, Rutschen & Kletterelementen.










Bevor ich den Rückweg antrete, kehre ich natürlich noch in der Rottenhofhütte ein. Noch eine Premiere, hier sause ich sonst nur im Winter vorbei, statt Bierbänken warten gemütliche Sessel und Sitzbänke mit Donnerkogelblick und im inneren ein Kas-Kühlschrank mit Riedlkar Almkäse. Schade, dass ich keine Kühltasche dabei habe… Retour wartet erst ein Stück Forststrasse, bevor der Wanderweg rechts in Richtung Zwieselalmhütte abzweigt. Hier gibt’s zwei Optionen. Ich wähl die schattigere (Waldwegerl ri Zwieselalmhütte). Wer noch ein (neues) Gipfelkreuz mitnehmen will, der geht ri Zwieselalmhöhe / Sonnenalm (Achtung, ist in der prallen Sonne). Durch des nächste Almrosenmeer geht’s auf einem schmalen Steig durch den Wald, wo nach kurzen die Zwieselalmhütte zu sehen ist. Bergab und auf der Forststrasse an der Zwieselalmhütte vorbei (ausser man braucht noch einen Einkehrstopp). Entweder geht man bei der nächsten Abzweigung wieder retour bergauf zur Gablonzer- & Breininghütte oder aber über meinen Zwieselalm-Lieblingsweg – den Jagasteig. Dieser führt schattig mit Dachstein- & Gosaukammblick im Wald zurück zur Bergstation Gosaukammbahn und ist natürlich auch offiziell markiert.










Kurze Rundwanderung via Zwieselalmhöhe 1587m (4.6km & ca. 200hm)
Direkt bei der Gosaukamm Bergstation ist der Jagasteig offiziell am Wander-Wegweiser zu finden – er führt rechts erst bergab ri Sessellift und von dort weiter auf einen schmalen Waldsteig Richtung Zwieselalmhütte. Ausgespuckt wird man quasi am Herrenweg (der von oben herunten kommt) und dann geht’s über den Forstweg geradeaus weiter. Auch hier sind Kühe unterwegs (heute im Wald) – aber wo genau, kann man einfach nicht sagen weil das Almgebiet einfach viel zu groß ist und die Mädels samt Kalbal ständig in Bewegung… Hinter der Hütte folgt man dem Wanderweg dann bergauf durch ein kleines Waldstück, bevor die Kanonenrohr-Abfahrt gequert wird und es in weiten Serpentinen weiter bergauf geht. Bitte am geschotterten Weg bleiben und nicht wild über die Almwiesen wandern, auch wenn es noch so verlockend ist. Und dann gibt’s für mich eine echte Überraschung: auf der Zwieselalmhöhe steht jetzt ein KREUZ! Damals bei meiner Runde mitte Juni ganz frisch aufgestellt – die gravierte Tafel fehlte noch, die offizielle (Ein)weihung der Almbauern fand Ende Juni statt. Dann folgt der Abstieg, vorbei an einem grandiosen Panoramaplatzal mit Bank zur Sonnenalm und von dort via Breining- und Gablonzerhütte zur Bergstation.









Almsommer Tipps – Wandern, aber bitte mit Respekt
Die Damen samt Nachwuchs geniessen ihre Zeit am Berg und mir liegt da was wichtiges am Herzen. Gewisse Verhaltensregeln sind vielleicht nicht für jeden selbstverständlich – aber jeder kann mit der Einhaltung (s)einen Beitrag draussen leisten. Die Alm ist einfach kein Streichelzoo, das Weidevieh keine Fotodeko! Fünf weitere wichtige Tipps:


Weidetiere respektieren – sicheren Abstand halten und ganz wichtig: Weidezaun & Tore immer sofort nach dem durchgehen schließen!
Tiere nicht füttern oder erschrecken
Mutterkühe beschützen ihre Kälber. Wer mit Wauzi unterwegs ist: Hunde immer unter Kontrolle halten und an der kurzen Leine führen. Ist ein Angriff durch ein Weidetier abzusehen: sofort ableinen!
Wanderwege auf Almen nicht verlassen – wenn Kühe den Weg versperren, mit möglichst großem Abstand umgehen.
Manche Kälber und Kühe sind neugierig: trotzdem bitte einfach weitergehen oder ausweichen – nicht den Rücken zukehren!
Der beste Tipp für alle, die Angst haben: vor der geplanten Wanderung informieren, ob es Weidevieh vor Ort gibt – um gar nicht in so eine Stresssituation zu kommen. I sog Danke und die Almbauern genauso

Blogbeitrag in Kooperation mit Bergbahnen Dachstein Salzkammergut / BBDS (Paid Content)

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