Luftiges Panorama-Schmankerl am vorderen Gosausee – der Klettersteig noch im Schatten, warten auf der Nasenwandquerung direkt abgespeckte oder bereits blankpolierte Tritte wie auch im oberen Abschnitt (Panoramaquerung, Michelangelo). Nicht nur bei Hitze eine Alternative zur überlaufenen Himmelsleiter am Donnerkogel ohne langen Zu- oder Abstieg (Kat. C) mit direkter Badeoption als Bonus.

Lang ist’s her, das ich das letzte Mal den Laserer Alpin Steig gegangen bin (wsl 9 Jahre) – deswegen verdient die Wiederholung einen Beitrag. Normalerweise sind hier aufgrund der perfekten Lage natürlich viele unterwegs – sehr viele. Erstaunlich ruhig war’s an dem sommerlichen (frühen) Vormittag – keiner direkt vor- oder nach mir im Steig. Scheinbar lassen sich viele lieber im Stau am Donnerkogel KS grillen. Alleine schon Panorama-bedingt ist es einer der beeindruckendsten im Salzkammergut dank Gosaukamm, Gosausee & Dachstein Kulisse. Die kleine Schwester der Himmelsleiter und eine Zweiseilbrücke mit passendem Sektionsnamen Theatermanege runden den kurzen Steig ab. Aus Mangel an Foto-Begleitung nur ein kleiner Einblick in den Steig – plus wollte ich die Ruhe auch geniessen und mich nicht allzu lange dann mit Fotos im Steig aufhalten.

Bonus-Tipp: ganz in der Nähe warten im Kletterpark am Brunnbachsee/Stausee viele Varianten von A-F – auch Anfänger- & Kinderfreundliche! -> Klettersteige für Anfänger – Gosau Stausee

KLETTERSTEIG DETAILS, Tour am 12.8.2026

Zustieg: vom PP / Bushaltestelle Gosausee ca 15min Gehzeit zum Einstieg direkt am Rundweg (nördliche / linke Seite). Zufahrt auf der MTB Strecke bis zur Ebenalm Abzweigung möglich, ab dort Radfahrverbot – 5min zum Einstieg.

Klettersteiglänge ca. 400m / Kat. C 

Notausstieg nur an der Himmelsleiter möglich – einziger Rastplatz: Adlerhorst

Für Anfänger nur bedingt geeignet (zT sehr luftig & mittlerweile abgespeckt / blankpoliert)

ACHTUNG: STEINSCHLAG in der oberen Sektion unbedingt VERMEIDEN wg RUNDWEG!

EIGENVERANTWORTUNG, GEWISSENHAFTE TOURENPLANUNG & AUSRÜSTUNG sowie GUTE SELBSTEINSCHÄTZUNG tragen ZUR EIGENEN SICHERHEIT bei! 

Panoramablick und blanke Tritte in der Nasenwand – über dem Wasser

Schon der Einstieg in die Nasenwand verwöhnt mit einem direktem Blick zum Gosauer Gletscher mit Dachstein. Der untere Abschnitt führt parallel aber unterhalb des Rundwegs direkt über dem Wasser. Jetzt, wo der Gosausee endlich auch wieder auf Normalstand ist, wieder weniger luftig aber leider genauso blankpolierte Tritte aufgrund der hohen Frequenz im Steig. Bei den Reibungsabschnitten ohne gute Tritte fix anstrengender als früher (oder kimmts ma nur so vor weil ich älter werde?). Nach einem leichten Anfang (B & B/C) warten auch bis zur freihängenden, senkrechten „Himmelsleiter“ drei C Stellen. Ein gut gemeinter Rat: wer hier bereits zu kämpfen oder Probleme hat, sollte nach der Leiter aussteigen – es wird nicht einfacher. Das ist auch der einzige mögliche Notausstieg im Klettersteig!

Über die senkrechte Himmelsleiter nach oben – in der Felswand

Nach der freischwingenden, senkrechten Himmelsleiter wartet in Teil 2 die sehr luftige Panoramaquerung (mit Trittstiften) – nomen est omen. Das Reel mit der Aussicht gibt’s am Ende – Kategorie sehenswert! Weiter senkrecht die Wand hinauf, in die Michaelangelo Sektion (C) und durch die Steinwanne bissi ungut senkrecht absteigen (B/C) zum Fotoeck (B). Es folgt die Seilbrücke – da sie direkt über dem Rundweg verläuft, verdient sie den (Sektions)-Namen Theatermanege auf jeden Fall – alleine, wenn man in so manche Gesichter unten schaut und selber lachen muss. Aber, hab mich dann konzentriert und Schritt für Schritt über die Zweiseilbrücke ummi. Über die Dachsteinstiege (B) wieder nach oben zum „Adlerhorst“ – der einzig richtige Rastplatz im ganzen Steig! Pause einlegen, ins Steigbuch eintragen – das wars noch nicht! Danach wartet ein steiler Abstieg mit relativ weiten Tritten und danach noch eine Wandquerung über den „Balkon“ zum Ausstieg. Hier ist auch die Steigkasse zu finden. Erst dann ist man auch wirklich unten. Und das Bad im See verdient! Entspannen mit Blick auf den Donnerkogel, wo sich Masssen freiwillig grillen lassen.. nur eine Frage bleibt offen, muss der Helikopter auch heute wie die letzten Tage wieder fliegen oder geht der Tag mal ohne Bergrettungseinsatz dort zu Ende.

Fazit: sollte man auf jedenfall mal gegangen sein weil einfach schön und doch auch mittlerweile stellenweise etwas fordernd – Danke an Walter Laserer für die Top-Instandhaltung all die Jahre!