Einer der markantesten Zacken im Gosaukamm, dessen Gipfel die Grenze zwischen OÖ und Sbg bildet. Der steile Auf- sowie Abstieg über den Normalweg 628 ist eine schwere (schwarz markierte) Bergtour, die tlws seilversichert, ausgesetzt & abgespeckt ist. Trittsicherheit & Schwindelfreiheit nötig. Bei Start am Gosausee warten 1200+ Höhenmeter auf nur 6km oneway.
Oft unterschätzt – vor allem von denen, die via „Himmelsleiter“ am Klettersteig zum Gipfel gelangen. Aus diesem Grund widme ich dem Donnerkogel einen eigenen Beitrag – seit meinem letzten Besuch kam ganz schön viel Eisen am Weg dazu (Seilversicherungen, Trittbügel aus Stahl, etc). Bei der Frequenz am Weg aber wahrscheinlich sicherheitstechnisch sinnvoll – sonst müsste die Bergrettung noch öfter ausrücken, als sie es bereits sowieso schon muss. Mir hat der Steig aber früher besser gefallen.
TOURDETAILS 27.8.2026
Start: Bergstation Gosaukammbahn – Gablonzer/Breininghütte 1550m – Törlecksattel 1618m – Gr. Donnerkogel 2054m (Aufstieg wie Abstieg)
6.3km & 626hm
Schwere (schwarz markierte) Bergtour, tlws seilversichert, ausgesetzt & abgespeckt.Trittsicherheit & Schwindelfreiheit nötig (entspricht T3+)Bei Start am vorderen Gosausee auf 907m: +650hm auf 3km
Abstiegsvariante ALPIN via Steinriesen- & Strichkogel -> siehe Beschreibung unten
EIGENVERANTWORTUNG, GEWISSENHAFTE TOURENPLANUNG & AUSRÜSTUNG sowie GUTE SELBSTEINSCHÄTZUNG tragen ZUR EIGENEN SICHERHEIT bei!
Steiler Aufstieg – vom See zum Gipfel oder mit Bergbahnunterstützung
Wer ganz unten am Gosausee startet, auf den wartet zusätzliche 650hm auf nur 3km Strecke – ja, es geht fast durchgehend steil nach oben. Erst in Serpentinen im Wald, bevor man bei der Krautgartenalm erstmals wieder einen Blick auf den See spendiert bekommt. Die Zacken des Gosaukamms direkt vor einem – begleiten bis zum nächsten eintauchen in den Wald. Hat man diesen steilen Abschnitt auch hinter sich gelassen, trifft man auf einen breiten Weg, der von der Gosaukammbahn Bergstation schweißfrei in Richtung Gablonzer & Breininghütte hinauf führt. Dort angekommen startet der eigentliche Aufstieg – vorbei beim Törlecksattel 1618m (Blick zum Gosausee) und dem Einstieg zum Donnerkogel Klettersteig (Stau schaun) zur Hinterseite des Gosaukamms. Von Oberösterreich ins Salzburgerland. (Wer gerne Bilder zum Aufstieg vom Gosausee aus schaut -> aktueller Beitrag auf Facebook)



Schwarz markierter, schwerer Steig zum Gipfel
Wer einen „normalen, geschotterten Wanderweg“ erwartet (wie scheinbar so einige), wird nach kurzem gleich korrigiert. Sonst wäre der Aufstieg aber auch nicht als schwarze Bergtour (schwer) auf den Markierungen klassifiziert (Weg Nr. 628). Es warten Schotter/Geröll Abschnitte, die Felsen großteils abgespeckt und einige Passagen durch Erdreich / Wurzeln rutschig. Hier ist es am vormittag übrigens noch schattig – und im Herbst trocknet es dann nicht mehr so schnell auf. Kurz bevor der Saharastaub immer näher kam, war die Luft & Sicht noch klar… durch die kleine Felsenengstelle mit der roten Markierung muss man auch durch. An dieser Stelle übrigens auch eine Entdeckung gemacht – entweder war a Steinbock unterwegs (eher nit, weil wo anders) oder es hat einfach wer direkt auf den Weg gesch*… Mahlzeit! Es folgen diverse Steigklammern, um den nächsten Abschnitt zu sichern – da hat sich einiges getan in den letzten Jahren. Beim stehenbleiben geniesse ich den Blick von der Salzburger Gosaukammseite ins Lammertal. Weiter geht’s im Schrofengelände über Felsstufen, danach folgt eine Versicherungspassage, die ganzes Stück nach oben führt – das Fixseil in dem Ausmaß kannte ich auch noch nicht… (hab aber auch a paar Jahre den Donnerkogel ausgelassen aufgrund der Frequenz). Hat man die Latschenzone erreicht, ist der Gipfel nicht mehr weit. Von rechts grüsst übrigens die Bischofsmütze.








Pauserl verdient, Panorama geniessen und das auch noch in ziemlicher Ruhe. Das hat mich ehrlich gesagt bei den Massen im Klettersteig a bissi gewundert, weil die waren am Gipfel nicht zu finden… nur a Handvoll Leute (aber die anderen waren wsl noch im Stau). Und dann ois wieda owi… da schauen besonders oft Klettersteiggeher, da der Abstieg kein „gemütlicher Weg“ ist… wäre aber mit vernünftiger Tourenplanung leicht ersichtlich.


Klare Worte: Selten so viele überforderte im Auf- & Abstieg gesehen – des hat mi fast a bissi gschreckt.
Des Lachen endgültig vergangen is ma dann bei an unbedarften Vater samt 2 kleinen Kindern, der im Urlaub „was erleben will“… In diesem Sinne – so schaut’s aus am Donnerkogel.

Abstiegsvariante schwer – nur mit alpiner Erfahrung (Runde (1350hm & 12.5km)
Nachdem ein neues fettes, gelbes Markierungsschild bei der Abzweigung steht, sollte ich diese Option auch erwähnen. Via Steinriesen- 2008m & Strichkogel 2034m am alpinen Steig 631 zur Stuhlalm 1467m und dann zurück zur Bergstation am Austriaweg 611. Ausgesetzt, steil und nur tlws seilversichert – passagenweise sehr luftig + viel freie Kraxlpassagen (bis max II). KEIN Klettersteig, kein Notabstieg, keine Quellen – zt kein Empfang! Für mich wunderbar (mog i gern) – ein einfacher Abstieg ist es aber definitiv nicht – erfordert Konzentration, Schwindelfreiheit und absolute Trittsicherheit.
Die Wegfindung ist im Gelände nicht immer einfach. Alle Bilder dazu gerne im Facebook Beitrag von August 2021 anschauen und auch im Beitrag zur Gosaukamm-Umrundung – Alpin (damals beim ersten Mal in der anderen Gehrichtung – von der Stuhlalm via Strich- & Stoariesenkogel zum Donnerkogel)

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